12. Januar 2012

Sachsen Fassung von Vor dem Tor

Posted in Denkschrift, kommentar, Neue, Politik um 17:07 von thomassalomo


Vor dem Tor Johann Wolfgang von Goethe kennt jeder.
Hier meine Sachsen Fassung

Vom Demokratie befreit sind Strom und Bäche
Durch des Rechten holden, beleben Blick,
Im Tale bräunt Hoffnungsglück;
Die alte Freiheit, in seiner schwäche,
Zog sich in rauhe Berge zurück.
Von dort her sendet er, fliehend, nur
Ohnmächtig Schauer körnigen Eises
In Streifen über die brauner Flur.
Aber die Sonne duldet kein Buntes,
Überall regt sich Hass und Gewalt,
Alles will sich mit brauen Farben beleben;
Doch an Blumen fehlts im Revier,
Sie nimmt den dummen Mensch dafür.
Kehre dich um, von diesen Höhen
Nach der Freiheit zurück zu sehen!
Aus dem hohlen finstern Tor
Dringt ein braunes Gewimmel hervor.

Jeder bräunt sich heute so gern.
Sie feiern die Auferstehung des Führer Herren,
Denn sie sind selber Auferstanden:
Aus niedriger Häuser dumpfen Gemächern,
Aus dem Druck von Giebeln und Dächern,
Aus der Straßen quetschender Enge,
Aus der trostlosen leeren Nacht
Siehe nur, sieh! wie braun behend sich die Menge
Die Freiheit und Toleranz zerschlägt,
Wie der Fluß in Breit und Länge
So manchen dummen Narren bewegt,

Und, bis zum Sinken überlanden,
Entfernt sich der letzte Freiheits- Kahn.
Selbst von denen tiefsten tiefen Pfaden
Blicken uns in brauen Kleider an.
Ich höre schon des Dorfes Getümmel,

Hier ist des Volkes wahrer Himmel,
Braun zufrieden jauchzet groß und klein:
Hier in Sachsen Hier bin ich Mensch hier darf ich sein.

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