16. März 2007

Ende des Revolutionäres Teil II

Posted in Uncategorized um 15:24 von thomassalomo


Ende des Revolutionäres Teil II

ANTIFA und 9/11


Schon seit ich 13, 14 Jahre alt war las ich Zeitung und machte mir über die Politik im Lande Gedanken. Wenn man sich mit einer Materie beschäftigt fällt einen schnell auf das es an verschieden Ecken klemmt.

Ich kann mich erinnern das ich mit 17 oder 18 Jahren eine Reportage über den RAF Prozess in Stammheim sah. Irgendwie faszinierte das Thema mich und ich kaufte mir das Buch „Baader Meinhof komplex“. Ich muß zu geben ich war vollends begeistert von diesem Buch.

Ich konnte mir lebhaft vorstellen das die `68 ger eine wilde Zeit waren. Auch von den Charakteren war ich begeistert. Nicht wegen ihrem Hang zur Gewalt vielmehr ihr Auftreten und Leidenschaftlichkeit imponierten mir. Das Buch regte mich auch zum nachdenken an über unsere Zeit.

Mir viel auf das wir nur Marionetten in diesem System sind. Das Wahlen nur aller 4-7 Jahre sind und der Bürger die Restliche Zeit die Klappe zu halten hat. Das schrieb ich in einem Papier, einer Art Pamphlet.

Das Buch „Baader Meinhof komplex“ hat schon in mir leicht den Revolutionär geweckt. Natürlich gehört es sich für einen „Revolutionär“ auch dementsprechend zu Kleiden. Ich kauft mir ein Schwarze Kapuzen Pullover schwarze Jeans und Springer Stiefel. Unter Autonomen wäre ich vielleicht gar nicht aufgefallen. Ein paar Jahre später wollte ich dann auch Aktiv werden. Nach etwas suchen landete ich bei der ANTIFA (Linke gegen Rechtsextremismus, eigentlich gegen alles) Ich ging regelmäßig zu den Info Plenums wir Sprachen und diskutierten über Nazi Aktivitäten und über mögliche Aktionen. Meisten blieb es auch dabei. Ich kann mich noch dran erinnern das eine Nazi Demonstration anstannt. Wir überlegten wa wir tuen könnten ausser Transpi malen. (Transparent) So kamen wir auf die Idee das der Nazi Trott unter einer Brücke hinweg zog. Wir könnten also alle in Eimer Sch…. . Sie können sich denken was wir uns überlegt hatten. Zum Glück blieb es nur bim Gedanken machen. Da dort nur „Gelabert“ wurde war es für mich schnell langweilig ich wollte nicht nur Politische Diskussion ich wollte, Aktion.

Dann kam der 9/11.

Ich kann mich noch gut daran erinnern. Es war Dienstag ich war Vormittags einkaufen, kam zurück und schaltete wie üblich den Fernseher ein. Meist sah ich Nachrichtensender. Ich muss wohl kurz nach dem beginn der Live übertragen ein geschaltet haben. Zu diesem Zeitpunkt wusste noch niemand was eigentlich geschehen ist, nur das ein Tower brannte. Also machte ich mir etwas zu essen

2001 war auch das Jahr in dem ich meine Schulische Ausbildung beendet hatte und mir sich die Frage stellte Wehrdienst oder Zivildienst? Drei Jahre zuvor in der 10.Klasse war ich zwei Tage in Hannover zum Einstellungstest bei der Bundeswehr. Damals hielt ich es für die beste Alternative. Ich glaubte der Werbung der Bundeswehr von Ausbildung, Abenteuer und Karriere. Aber schon auf der Rückfahrt von Hannover nach Dresden schossen mir die Erzählung meines Großvaters aus dem Krieg in den Kopf. Auch andere Fragen wie z.b.:“ Kann ich in eine Nachfolge Armee der Wehrmacht eintreten?“ Diese Fragen beschäftigten mich so sehr das ich ein paar Tage später wieder zum Wehrkommando ging und meine Bewerbung zurück zog. Die Bundeswehr hätte mir durchaus ein Job gegeben, vier Jahre hätte ich dort dienen können. Das wäre bis 2003 gewesen.

Da durch das ich nach der Schule gleiche eine Ausbildung anfing stellten sich mir die Frage ob oder ob nicht zur Armee erstmal nicht, denn ich war Freigestellt.

Als, ich mir etwas zu essen gemacht hatte ging ich in das Wohnzimmer zurück und sah das der zweite Tower brannte. Der Sender wiederholte wie ein Flugzeug in den Tower stürzte. Und schnell war klar das dies kein normales Unglück war. Ich war mehr als geschockt. Ich schrieb mein Bruder eine SMS in das World Trade Center ist ein Flugzeug eingeschlagen! Er war wohl etwas erstaunt über diese Nachricht und schrieb mir zurück. Ich bin gerade daran vorbei gefahren und da war nichts!

Natürlich war da nichts. Ich meinte das New Yorker Wolrd Trade Center und er das das Dresdner WTC.

Angesichts der Bilder war ich ziemlich durch den Wind. Etwas später ging ich zu meiner Ex Mitbewohnerin zum Kaffee. Es muss wohl ein skurriler Anblick gewesen sein, drei Menschen und eine Katze bei Kaffee und Zigarette sehen sich die brennenden Tower an. Ich weiß noch wir überlegten wer so etwas machen konnte, als der erste Tower in sich zusammen fiel. Da war Totenstille im Raum, keiner sagte etwas und uns liefen die Tränen ins Gesicht. Etwas später ging ich völlig Paralysiert nach Hause und konnte das was ich sah kaum fassen.

In der Nacht waren mir noch die Worte vom Bundeskanzler Schröder, der uneingeschränkten Solidarität in den Ohren. Aber die Worte von George W. Bush dem Präsidenten der USA und seine Rede vom Angriff auf die gesamte Zivilisierte Welt verdeutlichten mir was kommen musste. In der Nacht war mir klar das konnte nur Krieg bedeuten wer so etwas abscheuliches und unvorstellbares tut, schwört Krieg herauf. Ich kann mich noch genau erinnern das ich noch niemals soviel Angst hatte. Ich betete wohl zum ersten mal zu Gott er möge einen dritte Welt Krieg verhindern, so viel Angst hatte ich.


In den Wochen darauf verdeutlichte sich meine Vermutung das es Krieg geben wird. Nach dem 9/11 war mir klar, Wehrdienst Nein Danke. Wenn Schröder sein versprechen von uneingeschränkter Solidarität hält, steht Deutschland an der Seite der USA im Krieg.  Am 7. Oktober 2001 wurde meine Vorahnung bestätigt, die USA griffen Afghanistan an. Mit dem beginn des Afghanistan Krieges reichte ich meine Kriegsdienst Verweigerung ein. Ich begründete dies zu 90% mit dem Folgen des 9/11 und den Afghanistan Krieges. Er wurde anerkannt.

Der 9/11 ist nicht nur für 3000 Tote Amerikaner und eine Traumatisierte Nation ein Schicksalstag, sondern auch für mich. Der 11. September 2001 ist der Tag an dem Ich zu Pazifisten wurde.

Ende Teil II

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9. März 2007

Ende des Revolutionäres Teil I

Posted in Uncategorized um 17:48 von thomassalomo


Ende des Revolutionäres Teil I


Als Kind hatte ich das Image des lieben braven Jungen der nicht böses anstellt. Sie könnten nun denken, ok ist doch schön. Eben nicht, ich hab es gehasst der immerfort der liebe Junge zu sein. Ehrlich gesagt ich hab die anderen Jungs aus meiner Klasse schon fast beneidet wenn sie ein Klassenverweise bekamen. Was hab ich nicht alles angestellt um auch einen zu bekommen. Zum ersten mal hab ich es in der fünften Klasse versucht.

Ich baute einen Papierflieger, keinen normalen versteht sich. Dieser Papierflieger war etwas besonderes, er hatte eine Nadel an der Spitze und war mit Leim in der Mitte verstärkt. Natürlich musste er fliegen können, das tat er auch, traf er meine Lehrerin, fast. Es gab Geschrei ihrerseits und Ärger. Nur kein Verweis.

Die Jahre kamen und gingen und die Bestrebung meinerseits auch. Ab der siebenten Klasse haben wir auf den Gang in der Schule Fußball gespielt. Manchmal musste ich meine Klassenkameraden dazu motivieren. Einmal gab ich ein Pass zu einem Freund und er zog mit voller Wucht vom Leder ein steiler Schuss und…, gut kein Tor aber die Neon Lampe an der Decke hatte ihre besten Zeiten hinter sich und viel in tausend Stücken zu Boden. Natürlich war eine Lehrerin nicht weit. Der Schütze hatte danach ziemlich Stress, Ärger mit der Klassenlehrerin, selbst der Direktor lies es sich nicht nehmen mit dem Schützen zu sprechen. Die Lehrerschaft wollte natürlich wissen wer noch alles Fußball auf dem Gang spielte, meine Name viel zwar aber, nichts. Der Glorreiche Schütze bekam einen Verweis.


Was glauben sie braucht man als Schüler einen Lehrer in den Wahnsinn zu treiben oder in aus flippen zu lassen? Noch eine Frage für was geben Pubertäre Jugendliche ihr Geld zum Jahresende aus? Richtig für Knaller. Kennen sie das, man stellt sich als Schüler hinter einer Ecke und erschreckt einen Lehrer? Wir hatten ab der achten Klasse etwas besseres entwickelt. Man nehme einen Blech Eimer einen Silvester Böller, kleine versteht sich, werfe den kurz bevor der oder die Lehrerin kommt in den Eimer und watet. Glauben sie mir die Pädagogen sind fast an die Decke gegangen. Ich hatte jedes mal das vergnügen das Schauspiel aus der ersten Reihe zu verfolgen, leicht unter den Tisch geduckt versteht sich. Die Lehrerin kam rein sah mich und mein Klassenkameraden leicht unter dem Tisch geduckt, wunderte sich bestimmt etwas und rums….. . Die gesamte Klasse konnte sich vor lachen kaum auf den Stuhl halten, erst recht nicht als die Lehrerin anfing zu toben.


Sie können sich bestimmt vorstellen das dass Geschrei und der Ärger noch größer waren als beim dem Lampen Schuss. Diese Aktion haben wir ich glaube drei oder viermal gemacht. Natürlich wusste niemand in der Klasse wie der Böller in die Schule kam, geschweige angezündet in den Eimer geworfen zu haben.

Einer ist immer der Dumme und muss für den Streich bezahlen, leider war ich es nicht, gut ich hatte nicht einmal die Idee, ich war nur der Motivator. Die Konsequenzen waren hart, Klassenverweis und Direktoren Verweis. Und als Zugabe durfte der Schuldige noch 14 Tage zu Hause bleiben, nur leider nicht für mich.


Was haben sie in der Schule im Winter, also wenn so richtig Schnee lag gemacht? Wir haben nicht nur unter uns mit Schneebällen geworfen, sondern vorzugsweise auf Lehrer. Uns war es dann auch zu verdanken das wir eines schönen Tages nicht mehr im Winter zur Hof Pause durften.

Ich glaube es war in der sechsten Klasse. Es lag Schnee. In unsere Schule hatte ein Gymnasium Räume in unsere Schule gemietet. Die Gymnasiasten pflegten in der Hof Pause Tischtennis zu spielen Sommer wie Winter. Eines schön Wintertages versammelten wir uns im Halbkreis um deren Tischtennisblatte und deckten sie mit Schneebällen ein. Selbstverständlich gab es wieder viel ärger und es gab die Order wenn draußen Schnee liegt, keine Hof Pause. Wir gingen trotzdem raus. Ein paar Jahre später durften wir auch bei Schnee wieder raus. Wie jede Schule hatten die Lehrer auch an unserer Schule Pausenaufsicht. So machten wir uns es zum Sport Schneebälle aus großer Distanz auf Lehrer zu werfen. Ich hatte dafür eine spezielle Technik Technik entwickelt. Ich warf den Schneeball aus einer großen Distanz, etwa 20 bis 25 Meter so steil das er direkt vom oben auf den Lehrer einschlug. Einmal landete ich einen Volltreffer, meine Kunst Lehrerin direkt in Dekolleté. Ich weiß nicht mehr ob sie es bemerkte wer auf sie schoss, sie war aber sehr erschrocken.

Natürlich durften wir im Winter im Hof keine Schneebälle werfen. Im Treppenhaus gab es ein Fenster von dem man eine sehr gute Sicht auf den Hof hatte. Unser Physik Lehrer hatte es sich zur Aufgabe gemacht alle Schüler zu notieren die das trotz Verbotes taten. Regelmäßig bekam wir dann vom unsere Klassenlehrerin die Rüge das wir keine Schneebälle werfen dürfen. Irgend wann war wieder Winter und auch er stand an sein Platz um die Schneeballwerfer zu notieren. So lies ich es mir nicht nehmen direkt auf sein Fenster zu schießen. Ich traf genau auf die Fensterscheibe. Die blieb zwar ganz aber er war so erschrocken das er vom Fenster ein Meter zurück sprang. Bei der nächsten Stunde mit unsere Klassenlehrerin gab es ziemlichen Ärger, wie sie sich vorstellen können. Leider nur verbal. Ich hatte immer noch das gute Jungen Image an mir.

In der Zehnten Klasse hätte es fast geklappt. Trotz das wir das Jahr 1999 schrieben und die Wende schon fast Zehn Jahre zurück lag hatten wir eine Lehrerin bei der einem sich das Gefühl aufdrängte das sie die Wende im Kopf noch nicht vollzogen hatte. Sie war Lehrerin für Geschichte und Gesellschaftskunde. Ihr Geschichtsunterricht war meines Erachtens noch sehr Rot gefärbt. So behandelten wir die Themen von 1900, also Weltwirtschaftskrise, 1. und 2. Weltkrieg, Nachkriegszeit nur aus Sowjetischer Sicht. Toll oder? Das gerade für unser Demokratieverständnis so wichtige Thema Nationalsozialismus behandelten wir in zwei Wochen in vier Unterrichtsstunden. Darauf sprach ich sie an. Ich warf ihr vor noch in alten Zeiten zu hängen. Ich wisse zwar nicht was sie vor der Wende gemacht habe aber ihrerseits sei alles noch sehr Rot geprägt. Darauf schmiss sie mich unter Gebrüll und der Androhung von Klassenverweis aus den Zimmer. Es hatte keine Konsequenzen für mich, da das Schuljahr fast beendet war und ich eh in der 10. Klasse kurz vor dem Schulabschluss war. Erst späte erzählte mir meine Klassenlehrerin das ich im Grunde Recht hatte mit meiner Kritik und es schon anderen Lehrern bereits auffiel. So hatte hatte ich auch die letzte Chance vertan jeweils einen Klassenverweis zu bekommen.

Ende des ersten Teil I

zum zweiten Teil

 

 

 

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